Ziellos umherwandernde Seele, in einem Körper, der sich dem Zustand des einsamen, verwirrten Geistes angepaßt hat. Gesicht kreidebleich, Lippen mehr bläulich als rot, tiefe Augenringe umranden den depressiven Blick, der aus den glanzlosen Spiegeln der Seele hilfesuchend umherschweift.
Keiner - wirklich niemand auf der ganzen, weiten Welt - kann dieses Wesen verstehen, in sie hineinblicken, sich in sie hineinversetzen.
Still kauernd in einer dunklen Ecke, versuchend den Körper vor den herabprasselnden, kleinen, spitzen Nägeln zu schützen, deren einziges Vorhaben es ist, sich tief in die Seele hineinzubohren.
So tief, daß es ihr nicht mehr möglich scheint zu atmen. Wogen der Einsamkeit, Verbitterung, Enttäuschung und Verzweiflung drohen mit unheimlichen Kräften ihren zarten Körper umzureissen.
Sie fällt, fällt in ein tiefes Loch. Umzingelt von einer erstickenden Atmosphäre. Dunkelheit umgibt den nun schon fast bewußtlosen, jungen Körper.
Haß, vor allem Haß auf sich selbst, frisst sich von allen Seiten in das hilfesuchende Wesen.
Mit letzter Kraft gelingt der Seele ein ohrenbetäubender Schrei... plötzliche Stille... müde Augen, aus denen ein erschöpfter Blick nach oben geht.
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